"Schritt für Schritt - Opstapje"

Dieses aus dem Holländischen auf deutsche Verhältnisse übertragene Frühförderprogramm richtet sich an Familien, mit Kindern zwischen ein und drei Jahren, die in prekären sozialen Bedingungen leben und an Familien mit Migrationshintergrund, die bei der Integration unterstützt werden wollen.

Ziel des Programms ist es, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu fördern und die Bindung zu den Kindern positiv zu verstärken. Die gesellschaftliche Integration wird gefördert, weil der Aufbau von sozialen Kontakten erleichtert oder ermöglicht wird. Durch wöchentliche Hausbesuche von pädagogischen Laienhelferinnen in den Familien einerseits und Gruppentreffen der Mütter/Väter andererseits wird sowohl die Entwicklung der Kinder, als auch die Erziehungskompetenz der Eltern gefördert.

Mit Hilfe von altersgerechtem Spiel- und Arbeitsmaterial lernen die Eltern, mit ihren Kindern zu spielen, zu lesen und kreativ tätig zu sein. Das Spielmaterial verbleibt in den Familien, um sich kontinuierlich damit beschäftigen zu können. Entwicklungsverzögerungen und Sprachdefizite können durch die Teilnahme am Projekt deutlich aufgeholt werden. Die Kinder – und auch die Eltern – werden auf den Übergang zur Kindertagesstätte vorbereitet.
2010 führte die Familienbildung bereits im sechsten Jahr das Projekt „Opstapje – Schritt für Schritt“ durch. Das Spiel- und Lern­programm für sozial benachteiligte Familien mit Kindern im Alter zwischen 1 ½ und 3 Jahren wurde mit je einer Gruppe in Langen und in Dietzenbach angeboten. Zielgruppe waren vor allem solche Familien, die durch die übli­chen Frühförder- und Bildungsangebote in Einrichtungen schwer oder gar nicht zu errei­chen sind. Problemanzeigen der teilnehmenden Familien waren schwerpunktmäßig:

  1. Allgemeine Überforderung mit Haushalt und Kind(ern)
  2. Mangelhafte Deutschkenntnisse
  3. Schwierige Trennungssituation der Mutter
  4. Suchtproblematik eines Elternteils
  5. Entwicklungsverzögerung des Kindes
  6. Mangelnder eigener Bildungshintergrund
  7. Armut
  8. Sehr isolierte Lebensweise
  9. Schwierigkeiten mit dem älteren Geschwisterkind

Geschulte und erfahrene Hausbesucherinnen besuchten in regelmäßigen Abständen (wöchentlich bzw. 14-täglich) zu Hause, um mit Eltern, meist Mütter, und Kinder mit dem mit­ge­brachten Spiel- und Lernmaterial zur gemeinsamen Beschäftigung anzuregen. Außerdem erhielten die Mütter eine Beschreibung der Spielaktivität aus der „Werkmappe für Familien“.
Begleitend führten die Koordinatorinnen mit Unterstützung der Hausbesucherinnen und Kinderbetreuerinnen 14-tägliche Gruppentreffen durch, die dem Austausch der Mütter unter­einander und der Information zu Familien- und Erziehungsthemen dienten.

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier über die Gruppe in Dietzenbach und hier über das abgeschlossene Projekt in Langen oder wenden Sie sich an:


Evangelische Familienbildung
im Kreis Offenbach
Brigitte Gillich
63128 Dietzenbach
Telefon: 06074/8276-23
brigitte.scheuermann-gillich@bz.diakonie-of.de